SORRY3000, 13.11.2021, Manufaktur, Schorndorf

SORRY3000, 13.11.2021, Manufaktur, Schorndorf

Foto: X-tof Hoyer

„Wir haben ein bisschen Angst, dass uns in den südlich gelegenen Städten eigentlich niemand mag“, schrieben Sorry3000 auf Instagram. Die Manufaktur Schorndorf ist die letzte Station der „Freizeit und Enttäuschung“-Tour von Sorry3000. Liest man erstmals von Sorry3000, tauchen die Namen Stefanie Heartmann (Gesang), Frank Leiden (Gitarre, Gesang, Trompete), Joni Spumate (Keyboard, Sax), Bianca Stress (Bass) auf. Live ist noch Drummer Fenge (ein neues Bandmitglied?) dabei.

Die Deko besteht aus Plasikblumensträußen an den Mikroständern, Isodrink und Tennisschläger. Kaum ist der erste Takt von “Fitness” angespielt, wird im Publikum getanzt. Die Sorge, nicht gemocht zu werden, ist somit hoffentlich verflogen. Möglicherweise ist dies auch der Zeitpunkt, an dem sich das Twenty-Something + Aufwärts Publikum in das Quintett aus Halle/Saale verliebt hat. Wenn auch nicht immer unter den Masken sichtbar, mit einem breiten Lächeln im Gesicht dazu.

SORRY3000, 13.11.2021, Manufaktur, Schorndorf

Foto: X-tof Hoyer

Der (Deko-) Tennis-Schläger wird von Sängerin Stefanie Heartmann geschwungen, Fitness-Übungen gibt es gleich dazu. Gefremdelt wird nicht, die Übungen werden mitgemacht. „Fitness“ vereint die Phrasen, die gerne anzutreffen sind im Ausdauersport-und Selbstoptimierungs-Bereichen: „Ich bin heute eine Station früher ausgestiegen aus der Straßenbahn und dann zu Fuß nach Hause gegangen. Alle haben’s gesehen, jeder weiß es und was hast du heut schon geleistet?” True Stories. Dazu trägt die Band das passende Outfit zwischen Jane-Fonda-Aerobic und Trimm-Dich-Fit-Bewegung. Kurz durchatmen mit dem ¾ Takt zu „Palmen im Park“.

Der Musikstil nach Selbstauskunft von Sorry3000 (Quelle Facebook): “Man kann uns gut in verschiedene Schubladen stecken”. NDW mit Sprechgesang und Synthie-Pop-Disco um ein paar zu nennen, dazu verspielter Casio-Sound.

SORRY3000, 13.11.2021, Manufaktur, Schorndorf

Foto: X-tof Hoyer

Sorry3000 sind in jedem Fall fit, ständig ist Bewegung auf der Bühne. Gitarrist Frank Leiden gibt alles, spielt liegend Gitarre. Das Ganze entwickelt sich zur Live-Konzert-Disco. Die Stimmung ist weiterhin sehr ausgelassen, im Publikum wird getanzt.

„Warum overthinking dich zerstört“, heißt das erste Album. Für das Overthinking wird die Bühne in rotes Licht getaucht. Der Gesang von Stefanie Headmann wechselt ins Chanson-artige, steigert sich dann rein in das Gedankenkarussell, verfolgt zu werden, doch dann ist es nur „Der Kommilitone“, der sie anspricht und um Feuer bittet. Die Gefahr ist gebannt.

SORRY3000, 13.11.2021, Manufaktur, Schorndorf

Foto: X-tof Hoyer

Einen „Hit“ hat die Band auch: „Nasenspray“, läutet das Ende des Konzertes ein. Passend dazu gibt es am Merchandising ein Baumwoll-Taschenbuch mit Sorry3000-Stickerei. Es ist das letzte und Fotograf X-tof ergattert es.

Sorry3000 kann man nur mögen. Sehr sympathisch in ihrem Zusammenspiel als Band und ihrer Performance. War doch okay im Süden, oder?

SORRY3000, 13.11.2021, Manufaktur, Schorndorf

Foto: X-tof Hoyer

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