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ASA, 25.01.2012, Theaterhaus, Stuttgart

von Christian Baudisch · 27. Januar 2012

asa 08 ASA, 25.01.2012, Theaterhaus, Stuttgart

Foto: Andreas Meinhardt

Wenn Dich von den Wänden Deiner Stadt eine schöne Frau mit kaputtem Brillenglas  traurig-melancholisch-entfernt anschaut, macht man sich als Hornbrillenträger einfach Sorgen und muss der Sache auf den Grund gehen. Als mir auf dem Schulhof der Rohracker Grundschule bei einem gewagten Experiment, für welches ein Skateboard eine richtig schiefe Ebene und ein gleichaltriger waghalsiger Mitschüler nötig waren, mal so richtig die Sehhilfe zu Bruch ging, habe ich folgendes gelernt: Beton ist ganz schön hart, ein Skateboard mit zwei Jungs fährt richtig schnell, die Zeit heilt alle Wunden und durch so eine Splitterbrille sieht die Welt ganz interessant aus. Was ist wohl ASA passiert? Denn diese Dame schaute mich von ihren Konzertplakaten durch ein halbdemoliertes Nasenfahrrad an. Was hat sie wohl gelernt? Werden wir heute Abend davon hören?

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A PALE HORSE NAMED DEATH, BLOOD RUNS DEEP, 15.01.2012, Röhre, Stuttgart

von Claus Kullak · 17. Januar 2012

a pale horse named death 10 A PALE HORSE NAMED DEATH, BLOOD RUNS DEEP, 15.01.2012, Röhre, Stuttgart

Foto: Andreas Meinhardt

Auf vier der Veröffentlichungen von Nine Inch Nails ließ Trend Reznor Remix-Alben folgen. In den 1990ern hatte er es sich dabei zur Angewohnheit gemacht, dem Remix-Album einen Titel zu geben, der sich auf den Originaltitel zurückbezieht. So folgte 1992 auf „Broken“ „Fixed“, was – seltsam genug – noch einen Übergang zum Positiven bedeutet. Das Gegenteil war dann bei „Things Falling Apart“ (2000) der Fall, seiner Antwort auf „The Fragile“ aus dem Vorjahr. Erscheint ja auch folgerichtig. Vom Weg alles Irdischen geht da schon das geflügelte Wort. Wenn Bands, welche das besingen – wie eben auch NIN – häufig ziemlich kaputt klingen, erscheint das abermals folgerichtig.

Daran, dass ich überhaupt auf solche Musik stehe, haben zwei schlecht gelaunte Bands aus Brooklyn, NY, Mitschuld, deren erste ich im Sommer 1992 entdeckte. In beiden saß Sal Abruscato am Schlagzeug: Type O Negative (R. I. P.) und Live of Agony (R. I. P.?). Am Sonntag spielte der Depri-Rocker dann auf der Beerdigung der Stuttgarter Röhre (R. I. P.) – mit seiner neuen Band, die passenderweise A Pale Horse Named Death heißt. [Mehr →]

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gig-blog Adventskalender 2011

von gig-blog · 21. Dezember 2011

Keine Ahnung, wie das schon wieder zwölf Monate gewesen sein sollen. Berlusconi weg, Mappus weg, Gerhard Schröder weg und Breschnew wackelt auch schon bedenklich. Man kriegt ja gar nicht mehr richtig alles zusammen. Zur Gedächtnisstütze hier unser dementer Rückblick auf 1993 2011 in Form unseres Adventskalenders. Wie im vergangenes Jahr freuen wir uns auch diesmal über eure Kommentare und eigene Listen!

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MARKE MENSCH // DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY, 15.12.2011, galerie ak1, Stuttgart

von Leonie Karnowsky · 18. Dezember 2011

gig blog 0009 MARKE MENSCH // DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY,  15.12.2011, galerie ak1, Stuttgart

Foto: Patricia Werries

Jene Besucher, welche am Donnerstag bei der Premierenvorstellung von „Marke Mensch // Das Bildnis des Dorian Gray“ des freien Ensembles SpielZeugen ein ganz gewöhnliches Theaterstück erwartet hatten, dürften ziemlich überrascht gewesen sein. Allen Anwesenden war die Vorstellung der sehr freien Interpretation des Romans von Oscar Wilde sicherlich ein Denkanstoß.

„Jugend! Jugend! Es gibt nichts auf der Welt als Jugend!“ ist der Leitspruch, um den sich das Stück dreht. [Mehr →]

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DILLON, 14.12.2011, Rocker 33, Stuttgart

von Holger · 16. Dezember 2011

dillon1 DILLON, 14.12.2011, Rocker 33, Stuttgart

Foto: Özlem Yavuz

Dominique Dillon de Byington staunt. Mit charmanter, mädchenhafter Schüchternheit steht sie im Halbdunkel der Bühne und staunt mit großen Kulleraugen in die Runde. Vermutlich wundert sie sich. Wie kann es sein, dass derart viele Menschen sie sehen wollen, an diesem nasskalten Dezemberabend im komplett ausverkauften Rocker 33? Genau wie die Tage davor in Frankfurt, Köln, Hamburg. [Mehr →]

→ 5 KommentareTags: Elektro · Konzerte · Trip Hop

WILLIAM FITZSIMMONS, 12.12.2011, LKA, Stuttgart

von David Skrinjar · 13. Dezember 2011

20111212 dsc06411 william fitzsimmons WILLIAM FITZSIMMONS, 12.12.2011, LKA, Stuttgart

Foto: Steffen Schmid

Bei Kvelertak kann man sich auch mal anbrüllen. Bei William Fitzsimmons wird nicht geredet. Und nicht genießt. (Nicht mit genossen oder gar Genossen verwechseln). Meine Konzertnachbarn blicken das nicht. Die reden. Waren wohl noch nie bei Fitzsimmons. Ich zwar auch nicht, mag aber seine Musik. Auch das aktuelle Album „Gold In The Shadow“. Außerdem: Blinde Eltern – studierter Psychotherapeut – Multiinstrumentalist – noch nicht lang von seiner Frau geschieden. Paar Fakten schaden nie. Der Bart sitzt.

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→ 7 KommentareTags: Folk · Konzerte

RAMMSTEIN, 10.12.2011, Schleyer-Halle, Stuttgart

von Claus Kullak · 11. Dezember 2011

20111211 DSC06370 Rammstein RAMMSTEIN, 10.12.2011, Schleyer Halle, Stuttgart

Foto: Steffen Schmid

1996 hatten wir in der Orkus-Redaktion eine Kontroverse bezüglich der Bilder für einen Rammstein-Artikel. Es ging um ein Live-Photo von Till Lindemann, auf welchem ihm ein riesiger Penis aus der Hose ragte, mit dem er sich selbst ins Gesicht ejakulierte – oder ob der Flüssigkeitsmenge wohl eher pisste (weshalb mancher Redakteur das Bild intern liebevoll ironisch „Till Pisser“ nannte). Die Frage war: Würde jemand auf die Idee kommen, dass es sich dabei um das echte erigierte Körperteil handelt, und würden wir infolgedessen Probleme wegen des Abdrucks bekommen? Natürlich bekamen wir keinen Ärger, und auch die Band bekam keinen. Aber nur ein paar Jahrzehnte zuvor noch hatte Jim Morrison in Miami noch die Erfahrung gemacht, dass man auch mit obszönen Aussage und angedeuteter Masturbation eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten riskierte.

Heute wie in den 90ern kann Till Lindemann unter den Augen der natürlich anwesenden Polizei auf der Bühne mit seinem Dildo herumspielen, Selbstbefriedigung vortäuschen und literweise ins Publikum spritzen wie [Mehr →]

→ 2 KommentareTags: Metal · Neue Deutsche Härte

JUNIOR BOYS, DIAMOND RINGS, 07.12.2011, Schocken, Stuttgart

von Lino · 8. Dezember 2011

junior boys 0539 JUNIOR BOYS, DIAMOND RINGS, 07.12.2011, Schocken, Stuttgart

Fotos: Michael Weiß

Früh wird man geprägt und verdrahtet. Bei mir ist z.B. die Kombination Synthiepop + Kanada erstmal immer positiv besetzt. Liegt an Men Without Hats, war ich damals großer Fan von, und hab sie auch nicht in meiner Metalphase verleugnet. Aus der besagten borealen Nadelwaldgegend kommen auch Diamond Rings und Junior Boys. Ersterer schon ein etwas älterer Bekannter auf diesem Blog.
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→ 2 KommentareTags: Allgemeines · Independent · Pop · Synth Rock

FITNESS FOREVER, PAPA TOPO, 03.12.2011, Sciroco, Madrid

von Lino · 6. Dezember 2011

captura de pantalla 2011 12 08 a las 14 32 07 FITNESS FOREVER, PAPA TOPO, 03.12.2011, Sciroco, Madrid

Fotos: Jonas Whale

“Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien.

Mit Fitness Forever-Konzerten ist es wie mit Heroin guten Brezeln: geht immer, auch ganz viel davon. Da kann man auch mal der Krise auf den Kopf kacken und per Lufthansa nach Madrid fliegen. Nebenbei kann man auch kontrollieren, ob der Spanier sich gefälligst den Arsch (culo) abspart und nicht etwa doch noch etwas Spaß oder Lebensfreude über hat.

Kurzer Eindruck von Madrid: die Hauptfußgängerzonen sind in der Vorweihnachstzeit genau so schlimm überlaufen wie bei uns, aber die Leute haben kaum Einkaufstaschen, also wohl doch Krise. Weiteres Zeichen: Wir erblicken irgendwann eine Menschenschlange, deren Ende nicht abzusehen ist. Während wir diesen endlosen Lindwurm ablaufen, um zu wissen, wo er hinführt, raten wir schon mal, was der Grund sein könnte. Julio Iglesias Autogrammstunde? Christiano Ronaldo präsentiert nackt ein neues Haargel? Als wir dann nach Ewigkeiten ankommen: Lotto-Annahmestelle.
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→ 4 KommentareTags: Allgemeines · Independent · Pop

WEDNESDAY 13, MICHAEL MONROE, CRASHDIET, 02.12.2011, Electric Ballroom, London

von Sue Real · 5. Dezember 2011

titelbild 1 WEDNESDAY 13, MICHAEL MONROE, CRASHDIET, 02.12.2011, Electric Ballroom, London

Foto: Sue Real

I have sailed the World, beheld its wonders,
From the Dardanelles,
To the mountains of Peru,
But there´s no place like London!
(Sweeney Todd)

Es ist Freitagabend. Ein süßlicher, verruchter Duft liegt über der Camden High Street und dringt durch die Eiseskälte in unsere Nasen. Wir sind nicht in einem der Nobel-Viertels in London. Nein, wir befinden uns in Camden. Hier herrscht der Rock´n Roll. An allen Ecken sieht man junge und alternde Punks, Jungs in engen, zerrissenen Jeans mit verschmiertem Make-up und auftoupierten Haaren; Mädchen, die weniger Stoff an sich haben als die Queen an ihren Händen. Sie wäre sicherlich „not amused“. Hier stört das Niemanden. Man freut sich gemeinsam mit Bier, Weed und schmutzigen Witzen auf ein tolles Konzert.

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