QUESTIONS & ANSWERS – der gig-blog-Fragenkatalog 193 mit BEES MADE HONEY IN THE VEIN TREE

Bees Made Honey In The Vein Tree
Foto: Promo

Die Doom-Postrocker Bees Made Honey In The Vein Tree feiern den Release ihres neuesten Albums „In Between Strides“ am 18. September im Komma in Esslingen. Wir waren schwer beeindruckt von ihrem Spontanauftritt beim diesjährigen Eastfilly Fest und freuen uns sehr auf die Release-Show.

Drummer und Sänger Marc Dreher hat unseren Band-Fragebogen ausgefüllt und gibt auch Einblicke in die stilistischen Weiterentwicklungen ihres neuesten Werks. Wir empfehlen, diesen Gig auf keinen Fall zu verpassen und zeigen euch hier schon mal den Weg zum Vorverkauf.

Keine Band ohne Gründungsmythos. Wie ist eurer?
Wir wohnten damals alle in Ostfildern im Umkreis von 200 m zueinander, waren also Nachbarn und kannten uns teilweise schon seit dem Kindergarten. Lucas, Christopher und ich fingen dann irgendwann an Instrumente zu spielen (Gitarre, Schlagzeug, Bass) und wir coverten Songs von System of a Down – unsere damalige Lieblingsband. Im Sommer 2014 kam dann Simon dazu und erst da fingen wir an auch eigene Lieder zu schreiben. Fun Fact: Unser erster Proberaum war im Gemeindehaus der hiesigen katholischen Kirche (Shoutout an den damaligen Pfarrer Peter Martin, der das ermöglichte).

Wie würdest du eure Musik jemandem beschreiben, der sie noch nicht gehört hat?
Ich sag zu Leuten, die überhaupt keinen Bezug zu solcher Musik haben, eigentlich immer: „Wie Pink Floyd, nur härter“. Personen, die sich intensiver mit Musik beschäftigen, hilft vielleicht diese Aneinanderreihung an Genres: irgendwas zwischen Post Rock, Shoegaze und Doom. Sphärische effektbeladene Soundlandschaften gepaart mit verhallten cleanen und geschrienen Vocals.

Was unterscheidet euer neues Album von den bisherigen?
Es ist deutlich melodiöser und wir bewegen uns mehr im Shoegaze und Post Rock. Mit „Clutching at Straws“ haben wir auch zum ersten Mal ein Song mit eher „klassischer“ Songstruktur und klarem Shoegaze-Charakter, was mittlerweile einfach unseren privaten Musikgeschmack widerspiegelt. Das Album ist das Ergebnis einer längeren Entwicklung weg von unseren Wurzeln im Stoner- und Psychedelic Rock.

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Was dürfen unsere Leser:innen von eurem Release-Gig im Komma erwarten?
Viel Nebel, atmosphärisches Licht und 75 min Wall of Sound.

Was war euer schönstes Konzert?
Es gab viele tolle Konzerte, die wir spielen durften. Das vermutlich intensivste war auf dem NORDIY Skatepark am Nordbahnhof (R.I.P.) – wir hatten noch nie eine solch durchdrehende Crowd vor uns. Sogar bei den Parts, die eher ruhig und sphärisch sind, war komplettes Chaos. Kurt Lichtenberg hat zum NORDIY eine tolle Doku gedreht in der wir auch vorkommen. Ein Lied von unserem Set lässt sich auch auf Youtube finden, dann versteht vermutlich jede:r, was ich meine.

Wo würdet ihr gerne mal spielen?
Duna Jam, Psycho Las Vegas oder natürlich das Roadburn. Gibt viele…

Euer peinlichster Moment auf der Bühne?
Simon hatte zu Beginn unserer Band einen Stressmagen und musste sich öfter vor oder nach Konzerten übergeben. Wir machten immer Witze, dass das auf der Bühne eigentlich auch mal lustig wäre. Da das aber nicht passierte, sind es vermutlich diverse gerissene Saiten.

Was für Musik würdet ihr machen, wenn es Elvis nicht gegeben hätte?
Vermutlich dieselbe. Little Richard war eigentlich viel mehr Rock ‘n‘ Roll.

Welchen Beatles-Song würdet ihr gerne anständig covern?
„Tomorrow Never Knows“ auf dem – meiner Meinung nach – sehr unterschätzen Album Revolver.

Das größte musikalische Genie (lebend oder tot)?
Für mich persönlich ist es lyrisch Paul Simon und musikalisch aufgrund seines stilprägenden Sounds Kevin Shields.

Euer musikalischer Geheimtipp? Welche wenig bekannte Band sollten wir unbedingt gehört haben?
Unsere Freunde von Jeder Zenit.

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