MOBY, 12.07.2026, JazzOpen, Schlossplatz, Stuttgart

MOBY, 12.07.2026, JazzOpen, Schlossplatz, Stuttgart | Foto: Steffen Schmid
Foto: Steffen Schmid

Es ist der letzte Jazz Open-Abend auf dem Schlossplatz, bevor die Karawane erstmals nach Modena weiterzieht. An diesen Ort, der bekannte Autos (Ferrari, Maserati), bekannten Essig (Balsamico), bekannten Käse (Parmiggiano) und Tortellini (Tortellini in brodo) hervorgebracht hat.

Heute aber erst mal noch Stuttgart, mit Moby, 60 Jahre alter Kerl, der quietschfidel über die Bühne hüpft, mal rumtrommelt, mal Gitarre spielt, mal sprechsingt. Es ist das kleine bisschen Rave-Nostalgie. Und die Menschen, die früher ins Nexus nach Schorndorf gefahren sind, sind jetzt halt uffm Schlossplatz und nehmen höchstens noch Magnesium oder andere Nahrungsergänzungsmittel.

Diese Woche in der Stadt war schon besonders. Dass man Nick Cave mal bei Tageslicht erleben konnte, absolut erstaunlich. Katy Perry brachte mit ihrem Boyfriend ein bisschen Gala-Glamour in Town.

Und Moby, der wundert sich erstmal, dass er zu einem „Jazz Festival“ eingeladen wurde.
„So they know that the music is not really jazz?“ Immerhin: Als 9-Jähriger hab er Jazz-Gitarre gelernt .Moby, das ist ein alter Hut hier in der Stadt, nur Ortsfremde fragen sich noch, was das eigentlich mit Jazz zu tun habe. Deshalb das „Open“ im Titel.

Lustiger Fun Fact: Dank dem grandiosen Gig-Blog-Quiz wissen wir nun, warum Richard Melville Hall den Spitznamen Moby bekam. Sein Ur-Ur-Großonkel war der Autor Herman Melville.

MOBY, 12.07.2026, JazzOpen, Schlossplatz, Stuttgart | Foto: Steffen Schmid
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Noch mehr Fakten? Konzert war super: 90 Minuten, 17 Songs (alle Hits), 6-köpfige Band, darunter zwei bockstarke Sängerinnen.Nach „Bodyrock“ folgt gleich mal „Go“, ein Track auf dem Jahre 1990. Bei „In My Heart“ gibt es ein paar Astronauten auf den Leinwänden, später darf Jane Goodall Grußworte ans das Publikum richten. Und Kühe sowie weitere süße Tiere werden gezeigt.

Laut Moby gibt es auch den „best song ever written“: Sie covern „Heroes“ von David Bowie, was wirklich herzergreifend schön ist. Etwas Entschleunigung dann bei „Why Does My Heart Feel So Bad?“, bisschen Politik in den Ansagen („Sorry for the worst President of the United States of all time“) und ganz viel Lob für die „German Techno Scene“, in die er sich in den 90er Jahren verliebt hat. Irgendwo in der Nähe habe er mit Mark Spion und Sven Väth gefeiert, es war eine dieser Nächste „full of dancing, sweating and joy“ – und genau da haben sich viele von ihm und dem Song „Feeling So Real“ wunderbar abgeholt gefühlt. Ein schöner, beschwingender Konzertabend war das.

MOBY, 12.07.2026, JazzOpen, Schlossplatz, Stuttgart | Foto: Steffen Schmid
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