QUESTIONS & ANSWERS – der gig-blog-Fragenkatalog 187 mit NAEVUS

Das Doom In Bloom Festival ist eine Institution und blickt auf eine sage und schreibe dreißigjährige Geschichte zurück. Am 10. und 11. April findet die Jubiläumsausgabe des Festivals statt. Ganz stilvoll in der ehemaligen amerikanischen Soldatenkapelle „The Chapel“ in Göppingen. Das Line-up der zwei Tage bietet die Besonderheit, dass am Samstag exakt die Bands der Festival-Ur-Ausgabe auf der Bühne stehen werden. Wir haben Uwe Groebel von der lokalen Doom-Größe Naevus gebeten, etwas über seine Band und das Festival zu erzählen. Immerhin gehört er zu dessen Gründervätern.
Keine Band ohne Gründungsmythos. Wie ist eurer?
Der Mythos ist, dass es keinen gibt :) Wir sind vier nette Jungens aus dem Jugendhaus Farbstraße in Bietigheim, die auch nach 30 Jahren noch zusammen Musik machen.
Wie würdest du eure Musik jemandem beschreiben, der sie noch nicht gehört hat?
Wir zelebrieren langsame, melodiöse und melancholische Rockmusik, auf den Spuren der alten Black Sabbath, Trouble und Thin Lizzy.
Was war euer schönstes Konzert?
Für mich persönlich das Hammer Of Doom 2017
Wo würdet ihr gerne mal spielen?
Grundsätzlich freuen wir uns auf jegliche Angebote, Rock Hard Festival, Hellfest, Copenhell, Roskilde – Reihenfolge egal :)
Das perfekte Konzert in drei Worten.
Tolle Menschen, berührend
Euer peinlichster Moment auf der Bühne?
Mir ist keiner bekannt – schlimm?
Was für Musik würdet ihr machen, wenn es Elvis nicht gegeben hätte?
Die gleiche Musik wie jetzt auch
Welchen deutschsprachigen Schlager könnt ihr komplett mitsingen?
Keinen.
Welchen Beatles-Song würdet ihr gerne anständig covern?
Wenn es Beatles sein soll, dann Eleanor Rigby – ich glaube aber, wir sind davon meilenweit entfernt
Der schönste Lovesong heißt …
Nights In White Satin – Moody Blues
Das größte musikalische Genie (lebend oder tot)?
Billy Corgan
Euer musikalischer Geheimtipp? Welche wenig bekannte Band sollten wir unbedingt gehört haben?
Big Business
Das Doom in Bloom Festival feiert 30-Jähriges Jubiläum. Was verbindet euch mit dem Festival?
Eine kleine Gruppe hat Mitte der 90er ein Doom-Festival ins Leben gerufen. Der Start war 1994 in Bietigheim-Bissingen, Jugendhaus Farbstraße Ein Jahr später dann nicht als Doom-Festival sondern als „Doom In Bloom“ – weiß der Geier, warum – aber wir waren in der musikalischen Blüte und es war ein Aufbruch für viele Bands. Ich war der Namensgeber dieses Festivals. Mitorganisiert haben aber auch Oli (NAEVUS) und Jochen (Fopp, Mirror of Deception – später dann Doom Shall Rise Festival). Anfang der 2000er hat Jojo [Anm. der Red.: Holistic Hobos] die Regie unter anderem übernommen und führte die Festivals unter dem Namen weiter. Tom macht eine Doom-In-Bloom-Reihe in Berlin und hat den Namen schon so etabliert, dass die Leute fragen: „Hey, warum macht ihr im Schwäbischen dieses Mal?“ Und dieses Jahr sind es 30 Jahre mit dem exakt gleichen Samstags-Line-up – das ist halt superspannend.
Was dürfen die Besucher:innen vom Jubiläumsfestival erwarten? Und worauf freut ihr euch am meisten?
Ich denke, es wird ein riesiges Familientreffen. Wir kennen uns alle schon so lange und freuen uns auf Menschen und Musik, Austausch und Community. Ohne das Internet wäre die Doom-Community nicht gewachsen.
Welche Frage fehlt auf diesem Fragebogen? Und was ist eure Antwort?
Es fehlt keine Frage – wir freuen uns auf das Festival und alle, die da kommen werden. Doom On!
