13. November in Paris

Nous sommes unis

Gig-Blog gedenkt der Opfer der Terroranschläge in Paris.

Wieder ist es geschehen. Noch nicht offiziell bekannte Täter versuchen, Terror nach Europa zu tragen. Von Augenzeugen kolportierte „Allahu akbar“-Rufe („Gott ist am größten“) legen einen islamistischen Hintergrund nahe.

Die Anschläge sind schlimmer als in der jüngsten Vergangenheit – zum Glück sind sie nicht so schlimm wie Anfang des Jahrtausends. Man sieht aber eine Veränderung. Und diese Veränderung macht uns noch einmal klar, um was es den Tätern geht:

Waren in der Vergangenheit noch Symbole (das World Trade Center) und staatliche Einrichtungen (das Pentagon) bzw. Vertreter (Soldaten) und dann auch Vorort-Züge in Spanien und England das Ziel, richteten sich die Anschläge später auf die Gedanken- und Meinungsfreiheit (auf eine Veranstaltung zum Thema Meinungsfreiheit in Kopenhagen und die Redaktion von ‚Charlie Hebdo‘). Dann wurden religiöse Einrichtungen in Villejuif (zum Glück vereitelt) und Toulouse zum Ziel. Zuletzt geschah wieder ein Attentatsversuch auf den Öffentlichen Personenverkehr.

Jetzt aber richteten sich die Anschläge auf das, wie wir unsere Freizeit verbringen, wie wir tatsächlich täglich leben und was wir für schön, entspannend und befreiend halten. Es sind Anschläge auf Dinge, die für viele von uns extrem wichtig, für manche vielleicht sogar Lebensinhalt sind: auf den Fußball, auf Szenekneipen, in denen man lockeren Abende mit Freunden verbringt, und auf die Musik.

Es sind, wie Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel heute Morgen in ihrer Regierungserklärung richtig bemerkte, Anschläge auf die Freiheit selbst, es sind Anschläge von Menschen, „die das Leben in Freiheit hassen.“

Es sind Anschläge, welche uns in Angst versetzen wollen – denn nichts anderes ist Terror –, nicht mehr dieses Leben in Freiheit zu genießen. Manch einer wird diese Angst spüren. Genau das will der Terror. Manch einer wird Sorge haben, dass die Terror-Gefahr auch uns hier betrifft. Auch das will der Terror, aber das ist unwahrscheinlich. Wir dürfen uns nicht davon anstecken lassen.

Manch einer wird jetzt aber auch spüren, wie es sein muss für Menschen, die in Syrien und anderen Staaten leben, in welchen andere Islamisten diesen Terror zum Alltag gemacht haben. Davon dürfen wir uns anstecken lassen, um diesen Menschen zu helfen.

Joachim Löw sagte gestern Nacht, der Sport trete angesichts der Geschehnisse in Paris in den Hintergrund. Auch mit der Musik ist das so, finden wir. Deshalb werden wir heute keine weiteren Artikel über Musik veröffentlichen.

Aber morgen. Morgen erst recht. Denn wir können und werden uns durch Menschen, welche die Freiheit hassen, nicht einschüchtern lassen.

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