POPNOTPOP-FESTIVAL, 10.11.2012, Stuttgart

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Foto: Steffen Schmid

Stuttgart hat es gut. Stuttgart hat das PopNotPop-Festival. Auch dieses Jahr war in der Innenstadt einiges geboten. gig-blogger Cassie war unterwegs:

Und wieder ist ein Jahr rum. Wieder ist es Zeit für das mittlerweile schon fest in meinen persönlichen Veranstaltungskalender integrierte PopNotPop-Festival. Bei der dritten Auflage haben sich die Clubs Kim Tim Jim, Schocken, Speakeasy, Keller Klub und Zwölfzehn zusammengetan, um dem Publikum das Wochenende mit diversen Liveacts und DJs zu versüßen.

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Foto: Carsten Weirich

Wir schauen erstmal ins Zwölfzehn. Da spielen The Rumour Said Fire aus Dänemark. Ich kenne zwar nur den Song „The Balcony“, aber der ist auch wirklich fein. Ich habe außerdem viel Gutes von den Dänen gehört. Das Zwölle ist ganz gut gefüllt, als die Band um Sänger Jesper Lidang die Bühne betritt. Was wir zu hören bekommen, ist nicht spektakulär, aber wirklich schön und angenehm eingängig. Irgendwo zwischen Indierock und Folkpop. Geht auch gleich in die Beine, was aber natürlich auch am nicht zu unterschätzenden Bierkonsum liegen kann. Dass die Dänen, die (laut Internetrecherche) hierzulande gerade mal ihr Debütalbum veröffentlicht haben, viel Herzblut in ihre Musik stecken, meine ich heraushören zu können. Der nächste Sekt (kann man ja mal machen) macht die Beine lockerer. Saubere Stimmung. Muss kurz an Okay! von Okay denken: „Das Allerschönste was Füße tun können, ist tanzen.“ Ja okay, Fußball scheinen die nie gespielt zu haben.

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Foto: Carsten Weirich

Leider können wir nicht lange bleiben, weil wir weiter ins Schocken wollen zu Karin Park. Ich kann mich nicht mehr so genau daran erinnern, wie das in den letzen beiden Jahren war, aber dieses Jahr überschneiden sich leider recht viele Bands, die mich interessieren. Ich hätte den Dänen gern länger zugehört und ich wäre liebend gern auch zu  Rangleklods gegangen. Da ich letztere aber erst in Reykjavik beim Iceland Airwaves gesehen habe, fallen die halt jetzt für mich flach. Schade. Diamond Dave müssen wir zurücklassen, weil der noch „The Balcony“ hören will.

Wir drücken uns also ins gut gefüllte Schocken, wo Karin Park schon auf der Bühne steht. Was für eine Erscheinung. Gefühlte 1,98 Meter groß und den sexy Hintern ansehnlich in Hotpants verpackt, hat sie sich ihr Keyboard umgehängt und tänzelt elegant über die Bühne. Nicht mal die strenge Kurzhaarfrisur kann sie entstellen. Kein Wunder, dass Karin Park auch modelt und schauspielert. Die Schwedin ist aber nicht nur optisch ein Highlight, ihre Musik macht ordentlich Lust auf Abzappeln. Industrial Pop habe ich irgendwo gelesen. Trifft es ganz gut, wie ich finde. Viel Tammtamm drumherum gibt es nicht, Karin Park lässt ihre Musik für sich sprechen. Und die kommt an, vor allem die Leute direkt vor der Bühne lassen sich mit der Musik treiben und tanzen, was das Zeug hält.

Ich werde vor allem von Karin Parks Stimme oft an Fever Ray, eine meiner Lieblingsbands, erinnert. Geht aber doch mehr auf die Zwölf. Scheinbar haben da auch die gleichen Produzenten die Finger im Spiel. Die scheinen jedenfalls was von ihrem Handwerk zu verstehen. An den Drums sitzt Karins Bruder David Park. Die zwei machen ordentlich Rabatz und heizen dem Publikum ein. Auch wir lassen uns anstecken. Irgendwann stößt auch der Diamond Dave wieder zu uns, glücklich, dass er im Zwölle noch„The Balcony“ zu hören bekam. Ich hoffe in Zukunft noch öfter von der Schwedin zu hören und gern auch zu sehen. Für uns ist nach Karin Park Schluss mit Popnotpop. Wir ziehen weiter.

The Rumour Said Fire

Karin Park

Ed Shraders Music Beat

Die Selektion

Balthazar

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