HOLLY GOLIGHTLY & THE BROKEOFFS, 18.05.09, 1210, Stuttgart

Holly Golightly

Fotos: Steffen Schmid

Eine gute Geschichte kann immer helfen. Holly Golightly (ja, sie heißt anscheinend wirklich so) wurde angeblich in demselben Krankenhaus geboren, in dem Jimi Hendrix verstarb. So weit, so viel Legendenbildung.

Vor allem ist es aber die Musik, die keineswegs das Wörtchen „retro“ vertragen darf, die an  der ewig jungen Holly Golightly (Jahrgang 1966) fasziniert. Kein Wunder, dass es Montagabend im 1210 sehr voll und sehr warm war. Auch die Protagonisten des Abends Holly Golightly und Lawyer Dave sind ob der Resonanz begeistert („Muss denn keiner morgen arbeiten?“).

Zeit für Entschleunigung ist da musikalisch angesagt. Die beiden spielen (zwei Gitarren und ein halbes Alleinunterhalterschlagzeug)  schmutzigen Country-Blues-Rock. Und widmen ihre Lieder toten Katzen, Schwiegermüttern und Zügen. Zwischen den staubigen Songs gibt es unterhaltsame Ansagen in nuscheligem Amerikanisch (Lawyer Dave) und piekfeinem Britischenglisch (Holly), wie etwa jene von Dave, dass Holly ihre Brille nur nicht aufhabe, weil sie sonst wie Sarah Palin aussehe. Die Crowd ist begeistert.  „Ein wunderbar dreckiger Südstaaten-Roadmovie, der durch minimalistische Arrangements und die Leichtigkeit der Frontfrau besticht“, sagt Jonas Looove. Und JensOmatic meint: „Die Musik, die wir anno 1910 abends nach der schweren Arbeit in der Kohlengrube gehört haben, und wie früher geht bei jedem Lied die Sonne auf.“ Die Boys wissen eben Bescheid.

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